Gedanken sind frei....

Hier schreibe ich über Dinge und Themen, die mich beschäftigen, im Alltag begleiten oder mich aus anderen Gründen dazu bewegen, ein paar Zeilen zu schreiben. Über alles Mögliche, eben Dies und Das....

 

Heute ist Montag, der 29.12.2021

Seit einiger Zeit schwebt eine Frage und ein Gedanke durch meinen Kopf und drängt sich immer wieder auf, wenn ich in der Stadt Besorgung mache, zur Arbeit fahre oder sonst  wie draußen unterwegs bin.

Wo ist nur die Liebe hin? Und das Mitgefühl? Ab und an begegnet mir sicherlich ein Lächeln unter einer Maske, aber allzu oft scheinen die Augen oberhalb der Maske auf der Flucht zu sein. So mein Eindruck. Der kann falsch sein, aber ich erhebe hier ja auch keinen Anspruch auf die absolute Wahrheit. Ich beschreibe meine Wahrnehmung.

Meine Sorge ist, dass unsere Verbindung zueinander immer dünner wird, das wir einander kaum noch richig sehen und das unsere Kommunikation unser Herz kaum noch berührt. Wenn wir im Gespräch mit andern Menschen eine Verbindung aus Zorn und Wut über die gerade herrschenden Umstände herstellen, haben wir zwar eine Verbindung zum Anderen hersgestellt, aber das Fundament ist nicht stabil und schon gar nicht förderlich für unser Miteinander, wenn es sich von Wut und Zorn nährt. Außerdem ist diese Verbindung  von kurzer Dauer und was bleibt, ist oft ein Restzustand von Frustration, nahe an der Verzweiflung.

Meine Sorge ist, dass wir verlernen, Nähe zum anderen Menschen zu zu lassen. Wir berüheren uns kaum noch, weder körperlich noch an der Seele. Als Menschen brauchen wir die Berührung und die wärmende Nähe des Miteinanders, wir brauchen ein Gefühl der Zugehörigkeit, dass uns nährt und uns stärkt. Wir sind liebende Kreaturen...oder? Was geschieht mit uns, wenn wir uns immer weiter von einander entfernen und dem anderen Menschen eher mit Misstrauen begegnen, als mit Liebe und Mitgefühl? Ich glaube an das absolut Gute in jedem Menschen, an das helle Licht, dass in jedem von uns strahlt. Und ich wünsche mir ein bisschen mehr Mut und Zuversicht in diesen Zeiten, dass wir trotz aller Ängste und Sorgen um die eigene Gesundheit auch mal jemanden umarmen können und uns so wieder ein Gefühl der  Geborgenheit vermitteln können. Und die Liebe in uns nähren.

Meine Sorge ist, dass die Einsamkeit unter den Menschen größer wird. Viele Menschen leben allein, manche freiwillig als selbst gestalteten Lebensentwurf, manche unfreiwillig aus ganz verschiedenen Gründen. Aber nun kommt zum Alleinsein auch noch Isolation und Ausgrenzung in unterschiedlichen Lebensbereichen dazu. Das ist ganz und gar nicht zum Wohle des Menschen, dass Gegenteil ist der Fall, es  macht Menschen einsam. Es macht einen großen Unterschied, ob wir alleine sind oder ob wir einsam sind. Wenn wir einsam sind, leiden wir. Wir können Strategien entwicklen,um mit der Einsamkeit klar zu kommen, aber wir leiden. Kein Mensch hat das Leiden freiwillig zum Lebensentwurf gemacht.

Ich wünsche mir, dass wir unsere Herzen weit öffnen für alle Menschen und einander die Hand reichen.

Liebe und Mitgefühl sind die einzigen Wege, die uns wirklich nähren, stärken und eine tiefe Verbindung zu allem was lebt, schaffen.

 

Auch wenn immer mal wieder ein Hauch von Desinfektionsmittel durch dieses momentan recht kalte  Land weht und ungute Bilder  in uns hervor ruft- meine Hoffnung ist die Liebe.

 

Fragen oder Anregungen?

Hier finden Sie mich:

 

01575-7243060

yoga-stille@gmx.de